Pixelorientierte Grafiken

Die pixelorientierten Grafiken werden Ihnen unter den verschiedensten Bezeichnungen begegnen, „Bitmaps“, „Rastergrafik“ oder auch „nicht skalierbare Grafiken“ sind eine kleine Auswahl der gebräuchlichsten Begriffe.

8x8 Pixel
8×8 Pixel

Die Funktionsweise solcher Grafiken lässt sich am besten anhand eines gut bekannten Gegenstandes erklären – dem Schachbrett.

Dieses Spielbrett besitzt eine waagerechte und senkrechte Bildauflösung (wenn ich diesen Begriff hier verwenden darf) von je 8 Feldern.

Betrachten Sie dieses Schachbrett also wie ein Foto das lediglich nur 8 x 8 Pixel besitzt.

Es teilt ein Bild in insgesamt 64 quadratische Bildpunkte auf.

16x16 Pixel
16×16 Pixel

Für respektable Grafiken wird diese kleine Bildauflösung sicher nicht reichen aber für eine modellhafte Betrachtung des Themas ist sie gut geeignet.

Ich habe dazu ein Foto von bisher 1000 x 1000 Pixel in nur 8 x 8 Pixel aufgeteilt.

In den weiteren Schritten wurde die Bildauflösung immer wieder verdoppelt, also 8 x 8; 16 x 16; 32 x 32 und 64 x 64 Pixel.

Ganz am Ende sehen Sie dann das originale Bild mit 1000 x 1000 Pixel. Ich möchte zunächst bei der Grafik mit 8 x 8 Pixeln bleiben.

64x64 Pixel
64×64 Pixel

Jedes einzelne der insgesamt 64 Felder der Grafik beherbergt einen einzelnen Farbwert.

Speichern Sie dieses Bild auf Ihrer Festplatte ab, so trägt GIMP insgesamt 64 Farbwerte für jedes einzelne Rasterfeld in diese Datei ein.

Bei diesem Vorgang werden die Bilddaten (Bits bzw. Bytes) nach einem ganz speziellen Schema oder auch Plan (engl.: Map) gespeichert.

1000x1000 Pixel
1000×1000 Pixel

Nicht zuletzt hat sich auch aus diesem Grund der eingangs bereits erwähnte Begriff „Bitmaps“ stark verbreitet.

Die Verfahren nach denen die einzelnen Bildpunkte in eine Datei abgelegt und später aus ihr gelesen werden können, unterscheiden sich maßgeblich von der jeweiligen Extension also dem Format, der Bilddatei.

Die Extension wird durch die letzten drei Buchstaben am Dateinamen beschrieben. Sie werden zum Beispiel diese vorfinden: PNG, BMP, TIFF, JPG, usw.

Maßgebend sind also für Bitmaps die Tatsachen, dass sie Grafiken immer in einzelne Bildpunkte aufteilen. Jeder einzelne Bildpunkt wird in der Bilddatei nach einem festen Schema gespeichert.

Die Beispielgrafik mit 8 x 8 Pixeln speichert daher 64 Bildpunkte ab, während das originale Bild mit 1000 x 1000 Pixeln schon insgesamt 1.000.000 Rasterdaten speichern muss.

Vorteile | Pixelgrafiken bzw. Bitmaps stellen das einzige Grafikformat dar, welches dazu geeignet ist die reale Welt weitestgehend in all ihren Farben und Nuancen digital abzubilden und zu speichern. Wenn Sie digitale Bilder in Fotoqualität wünschen, sind Bitmaps bzw. Pixelgrafiken die erste Wahl. Zudem sind sie auch leicht zu erstellen, da digitale Kameras und Scanner dieses Format erzeugen.

Praxistipp | Wenn Sie ihren Grafiken und Fotos mehr Bearbeitungsmöglichkeiten eröffnen wollen, dann sollten Sie diese in möglichst hohen Bildauflösungen erstellen. Verkleinern können Sie zu große Bilder problemlos, jedoch zu kleine Bilder vergrößern bedeutet oft Qualitätsverlust.

In vielen Einkaufzentren und Märkten können Sie auch Ihre digitalen Bilder ohne lange Wartezeit durch Selbstbedienungsautomaten entwickeln lassen und diese sofort mitnehmen.

Mit sehr hoch auflösenden Bildern lassen Sie sogar Details sichtbar werden, die Sie mit ihrem normalen Auge kaum wahr genommen hätten. Vorausgesetzt das Bild wurde nicht verwackelt.

Nachteile | Aufgrund der Tatsache, dass jedes einzelne Pixel abgespeichert werden muss, stellt dies einen der Nachteile solcher Grafiken dar. Bei Bildern, Fotos und Grafiken mit sehr hohen Bildauflösungen müssen sehr große Datenmengen abgespeichert werden – eben jedes einzelne Pixel. Im schlimmsten Fall werden Sie diesen Aspekt, am immer kleiner werdenden, noch freien Plattenplatz Ihres Rechners feststellen. Falls Sie solchen immens großen Grafiken im Internet begegnen, werden Sie dies an sehr langen Ladezeiten und einem schleppendem Bildaufbau in Ihrem Web-Browser sicher feststellen.

Original Foto 6MP
Original Foto 6MP

Ein weiterer Nachteil dieser Grafiken ist, dass Sie diese Bilder nur in gewissen Grenzen vergrößern bzw. Skalieren können.

Je nach Verwendung zeigen sich dann früher oder später kleine „Klötzchen“ die das ganze Bild unansehnlich werden lassen.

Vergrößerung mit Blockansätzen
Vergrößerung mit Blockansätzen

In einigen Fachbüchern spricht man daher auch von „nicht skalierbaren Grafiken“.

Dieser Begriff ist sicherlich ein wenig irreführend, da diese Grafiken durchaus skaliert werden können. Er soll lediglich andeuten, dass das Skalieren eventuell mit erheblichen Qualitätseinbußen verbunden ist.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Bitmaps nicht zerstörungsfrei Arbeiten.

Pixelwerte die im Hintergrund durch Pixelwerte des Vordergrunds überlagert werden, werden unwiederbringlich zerstört.

Im Bild oben liegt der rote Kreis optisch über dem blauen Kreis. Wird der rote Kreis ausgeschnitten und verschoben, so sind die Pixel des darunterliegenden Objektes gelöscht bzw. auf die aktuelle Hintergrundfarbe gesetzt.

Überdeckte Pixel werden gelöscht
Überdeckte Pixel werden gelöscht

Auch wenn die Ebenentechnik in vielen DTP-Programmen einen anderen Eindruck vermittelt.

Führen Sie ein Bild mit verschiedenen Ebenen in GIMP zusammen, werden Pixelwerte unterer Ebenen durch Pixel höherer Ebenen gelöscht.

Aus technischer Sicht besitzen diese Bilder keinen Vordergrund und keinen Hintergrund. Meist bezieht sich diese Begrifflichkeit auf das Motiv welches auf dem Bild für den Betrachter zu sehen ist.

Einsatzgebiet | Pixelgrafiken stellen das Grafikformat dar, welches uns im täglichen Leben am häufigsten begegnet. Sei es auf den Seiten eines Prospekts oder auf Ihren Urlaubsfotos – sie sind immer präsent. Wenn Sie so wollen sind selbst „analog“ aufgenommene Bilder nichts anderes als Pixelgrafiken, da ja die fotosensible Schicht aus nichts anderem besteht als aus kleinen Partikeln die Sie mit Pixeln vergleichen könnten (daher spricht man bei analogen Filmen auch von der Körnung).

Analoges Foto | Oft wird der Begriff „analoges Foto“ oder „analoger Fotoapparat“ verwendet. Er soll den Unterschied zwischen analogen und digitalen Kameras herausstellen. Verantwortlich für diese Begriffsbildung ist die Aufnahmemethode, die zum einen analog und zum anderen digital ist.

Selbst das größte, weltumspannende Medium Internet, wäre nicht lebensfähig wenn es diese Grafiken nicht gäbe. Keine Buttons, keine Hintergrundbilder, keine Eyecatcher wären ohne Pixelgrafiken möglich. Das Web ist voll davon, egal wohin Sie sich im Netz bewegen.

Praxistipp | Wenn Sie ihren Grafiken und Fotos mehr Bearbeitungsmöglichkeiten eröffnen wollen, dann sollten Sie diese in möglichst hohen Bildauflösungen erstellen. Verkleinern können Sie zu große Bilder problemlos, jedoch zu kleine Bilder vergrößern bedeutet oft Qualitätsverlust. Verwenden Sie die maximal mögliche Bildauflösung die Ihre Kamera zur Verfügung stellt um Bilder später optimal skalieren zu können – allerdings steht Ihnen dann weniger Speicherplatz auf Ihrer Kamera zur Verfügung.

Praxistipp | Wenn Sie einfach nur Urlaubsfotos machen möchten und diese später nicht weiter vergrößern wollen, sollte eine Kameraauflösung von 1MP bzw. 1024 x 768 Pixeln für Bilder im Format 9 x 13 cm absolut ausreichend sein. Eine solch geringe Bildauflösung macht sich auch positiv am zur Verfügung stehenden Speicherplatz der Kamera bemerkbar – Sie können dann viel mehr Fotos machen als unter einer sehr hohe Auflösung.

4 Antworten auf „Pixelorientierte Grafiken“

      1. Unter dem Menü Filter – Weichzeichnen – Verpixeln erhalten Sie einen Dialog in dem Sie das Bild verpixeln können. Es öffnet sich ein Dialog in dem Sie die Pixelgröße vorgeben können.
        Wenn Sie Gesichter verpixeln möchten, ziehen Sie zuvor eine runde Maske um das Gesicht und rufen danach den Filter Verpixeln auf.
        LG

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