Einfache Bildverbesserung durch SW-Überlagerung

Mit nur wenigen Handgriffen können Sie in GIMP deutlich mehr aus Ihren JPG- oder Urlaubs-Fotos herausholen.

Links das Original, rechts die Optimierung durch GIMP (Foto: Pixabay.com)
Links das Original, rechts die Optimierung durch GIMP (Foto: Pixabay.com)

Sie sehen im Bild oben die Wirkung bzw. das Ergebnis der Bearbeitung mit GIMP (rechts), die Farben brillieren besser und die Lebendigkeit ist deutlich gegenüber dem flauen Original (links) gestiegen.

So funktioniert es in GIMP

Öffnen Sie zunächst ein Foto welches Sie bearbeiten möchten. Klicken Sie im Menü auf die Option Datei – Öffnen… um den Öffnen-Dialog zu starten.

Das originale Bild wurde ausgerichtet und gedreht (daher die Schnittkanten)
Das originale Bild wurde ausgerichtet und gedreht (daher die Schnittkanten)

In diesem Beispiel habe ich mich für das Bild eines jungen Mädchens entschieden. Das Bild wurde zuvor noch gedreht und ausgerichtet, damit es symstrisch und harmonisch wirkt (dies fällt unter die grundsätzliche Arbeitsweise mit Bildern und wird daher nicht näher in diesem Beitrag beschreiben).

Duplizieren Sie diese Ebene des originalen Bildes im Ebenen-Dok, indem Sie auf das doppelte-Bild-Icon klicken (drittes von rechts).

Duplizieren Sie die farbige Ebene und entsättigen diese
Duplizieren Sie die farbige Ebene und entsättigen diese

Die neue Ebene entsättigen Sie über das Menü Farben – Entsättigen… in ein Schwarzweißbild. Den Modus der neu entstandenen monochromen Ebene stellen Sie auf Überlagern ein. Sie erhalten sofort ein kraftvolles Bild, drehen Sie jedoch die Deckkraft der monochromen Ebene etwas herunter, in Fall meines Beispiels pendelt sich die Deckkraft ei 50% ein und erbringt sehr guten Ergebnisse.

Optionale Bearbeitung

Zusätzlich habe ich dem Bild noch eine persönliche Note gegeben, indem ich eine Vignette und eine Farbebene spendiert habe, um den Look zu verbessern.

Hinweis | Die folgenden Bearbeitungsschritte (Vignette, Farbebene) gehören zu meinem persönlichen Geschmack und Stil, wenn Sie mögen können Sie dies gerne übernehmen, können diesen Schritt aber auch überspringen.

Fügen Sie die neuen Ebenen jeweils über das Menü Ebene – Neue Ebene… hinzu oder wählen Sie das Icon (weißes Blatt) im Werkzeugdok Ebenen aus.

Ebene mit Farblook und Vignette im Modus Überlagern
Ebene mit Farblook und Vignette im Modus Überlagern 22% Deckkraft

Die beiden zusätzlichen Ebenen sind ebenfalls im Modus Überlagern geschaltet, um die darunter liegenden Farben des Fotos nicht auszulöschen.

Farblook | Die Farbwahl des Bildlooks sollte auf ein mittleres Orange fallen und die Deckkraft der Ebene sollte etwa 20-40 % betragen. Schalten Sie die Ebene in den Modus Überlagern, die Farben werden dadurch wärmer und wirken lebendiger.

Vignette | Die Vignette legen Sie mit einer Kreismaske und genügend Abstand zum Rand des Bildes an, blenden Sie die Maske um 250px aus (bei größeren Bildern müssen Sie auch größere Werte verwenden zum Beispiel 1000px bei 16MP), invertieren diese und füllen sie mit schwarzer Farbe – schalten Sie auch diese Ebene in dem Modus Überlagern. Als Ergebnis wird der Rand des Bildes farblich abgedunkelt und der Blick wird deutlich stärker in das Zentrum des Bildes gelenkt.

Satte kräftige und lebendige Kontraste
Satte kräftige und lebendige Kontraste

Als Ergebnis der Bearbeitung, erhalten Sie in etwa das oben gezeigte Ergebnis. Die Farben sind brillanter, die Kontraste ausgewogener und das Bild wirkt insgesamt deutlich lebendiger.

Hinweis | Nicht jedes Bild kann stumpf mit dieser Technik überarbeitet werden, Sie müssen dies von Motiv zu Motiv entscheiden.

Grundsätzlich gilt:

Frauenportraits sollten weiche Kontraste und Schattierungen haben, diese Fotos sollen ihnen schmeicheln, hingegen vertragen Männerportraits durchaus viel Kontrast und harte Schatten, um einen männlichen Character herauszuarbeiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.