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Engel mit Bleistiftzeichnung in GIMP PDF E-Mail
Geschrieben von: Oliver Lohse   
Freitag, den 25. September 2009 um 10:54 Uhr

Engel mit GIMPDiesen Engel können Sie mit Hilfe von GIMP und dem Werkzeug "Tintenfass" sehr leicht selbst erstellen. Als Vorlage habe ich hier eine Bleistiftzeichnung angefertig (was aber schon einige Jahre her ist) und diese dann einfach mit der Digitalkamera abfotografiert und in GIMP mit Hilfe des Pfades nachgezeichnet. Aufgrund der großen Flexibilität des Pfad-Werkzeugs, können Sie an dieser Stelle gut auf ein Grafiktablett verzichten - es geht auch mit der Maus ganz passabel. Das Beispiel mit dem Engel ist eigentlich in Fortführung bzw. praktischen Einsatz des Artikels "Pinseldynamik und Tinte".


Starten sollten Sie daher mit der Zeichnung die bereits digitalisiert als Digitalfoto vorliegt.


Engel mit GIMP Bleistiftzeichnung


Dieses Foto müssen sie also in GIMP ganz normal öffnen. Nun müssen Sie einfach eine neue transparenre Ebene in GIMP erstellen in der Sie mit dem Tintenfass die Kontouren nachziehen.


Engel mit GIMP Tintenzeichnung


Beim Nachzeichnen der signifikanten Linien habe ich die Größe für den Stift des GIMP-Tintenfasses auf 3 gestellt (dies ist aber geschmackssache - probieren Sie ein wenig herum). Als nächsten Schritt müssen Sie wieder eine neue transparente Ebene erstellen (Ebene • Neue Ebene). Diese Ebene muss unter der Ebene mit der Strichzeichnung liegen. Mit Hilfe des Pfadwerkzeuges maskieren Sie ganz grob einige schattige Areale.


Engel mit GIMP dezenter Schatten


Dies sieht im ersten Moment sicher noch etwas eigenartig aus aber der Kniff kommt noch. Rufen Sie jetzt aus dem Menü Filter den Gaußschen Weichzeichner auf und wenden ihn ausschließlich auf die Ebene mit den grauen Schatten an. Die Werte für X und Y können Sie um 20 bis 50 einstellen um gute Ergebnisse zu erhalten.


Engel mit GIMP dezenter Schatten Gauss


Dadurch dass diese Schattenebene unterhalb der Ebene mit den Tintenstrichen liegt, werden diese also nicht davon beeinflusst. Es kann durch den Gauß vorkommen, dass der Schatten ein wenig den Rand überschreitet. Dort wo dies der Fall ist radieren Sie es einfach weg (den Radierer im GIMP-Werkzeugkasten). Die darüberliegenden Tintenstriche überdecken ggf. harte Radierkanten. Erstellen Sie nun eine weitere Ebene die ebenfalls die Schatten abbilden soll, jedoch werden diese jetzt etwas dunkler. Diese Ebene muss zwischen der Tintenzeichnung und der Schattenebene liegen.


Engel mit GIMP starker Schatten


Auch auf diese Ebene mit den dunkleren Schatten müssen Sie den Gaußschen Weichzeichner anwenden. Die Einstellungen für X und Y können Sie ruhig etwas zurücknehmen. Bei diesem Beispiel erhielt ich gute Ergebnisse mit Werte zwischen 10 und 15.


Engel mit GIMP starker Schatten mit Gauss


Jetzt halten Sie bereist ein sehr gutes Endergebnis in den Händen dass Sie durchaus noch weiter verfeinern können. Schauen Sie sich auch auf jeden Fall die native Quelldatei mit allen hier gezeigten Ebenen genau an um den "Witz" bei der Bearbeitung mit der Ebenentechnik zu ergründen.


Download: engel-mit-gimp-01-09-download.xcf


Die Anwendung dieses Arbeitsschemas finden Sie auch in dem Beitrag "Little Hellboy" - schauen Sie sich auch diesen Artikel und die XCF-Datei an.


Denken Sie auch bitte daran, dass Sie beim Nachziehen des Pfades mit dem Tintenfass immer die Option "Pinseldynamik emulieren" aktivieren, wenn Sie die einzelnen Strichpfade nachziehen. Es ist auch nicht wichtig die Skizzen der Schatten genau und sauber mit GIMP auszuarbeiten, da der Gaußsche Weichzeichner die Konturen sehr verschwimmen lässt. Arbeiten Sie lieber im Anschnlus sauberer mit dem GIMP-Radiergummi nach.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 11. Mai 2010 um 05:53 Uhr
 
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