GIMP 2.10 und GEGL

GEGL in GIMP fester Standard
Die vormals experimentelle Implementierung ist jetzt fester Standard in GIMP 2.10 geworden

Die Grafikbibliothek GEGL (Generic Graphics Library) ist eine in GIMP enthaltene Bibliothek, die für die Verarbeitung der grafischen Daten zuständig ist. Es ist also der grafische Rechenkern des GIMP und wurde in der Programmiersprache C vom GNOME-Projekt entwickelt.

GEGL ist bereits seit der Version 2.6 in Teilen von den Entwicklern für erste experimentelle Zwecke in GIMP implementiert worden und beherrschte nur simple Operationen. Die Version 2.8 wurde dann weiter mit den neuen Funktionen bestückt, die Bibliothek wurde stärker ausgebaut, bis letztendlich die GIMP-Version 2.10 vollständig mit dieser leistungsstarken Bibliothek ausgestattet wurde.

Der neue Rechenkern des GIMP bietet somit deutlich mehr Leistung und Geschwindigkeit, waren bis zuvor nur 16 Threads zur Verarbeitung möglich, sind es jetzt 64 gleichzeitige Threads. Allerdings hat GIMP dadurch einen deutlich stärkeren Hardwarebezug bekommen und ist daher etwas weniger abwätzkompatibel für ältere Hardware geworden.

Die Hardwarebeschleunigung und Multithreading moderner Computer wird mit GIMP 2.10 jedoch deutlich effezienter unterstützt, dies wirkt sich sehr positiv auf die Performance aus, folglich entstehen weniger Wartezeiten bei komplexen Filterberechnungen im Zusammenhang mit sehr großen Dateimengen.

Nicht nur die Arbeitsgeschwindigkeit profitiert von der neuen Bibliothek GEGL, sondern auch die Arbeit mit Grafiken in höherer Farbtiefe. Dies macht die Bearbeitung mit GIMP gerade für professionelle Fotografen interessant, da dies bislang eine Domain der hochpreisigen DTP-Programme war. Sogar die Implementierung von RAW-Konvertern via PlugIn ist in GIMP mittlerweile mit RAW-Therapie möglich. Damit erzielen Sie einen ähnlichen Workflow wie in Lightroom und Photoshop.

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