Paket Icon mit GIMP

Paket Icon mit GIMP Pfaden
Paket Icon mit GIMP Pfaden

Icons werden sehr oft benötigt. Mit GIMP und wenigen Handgriffen können Sie leicht eigene Icons für Webshops oder andere Dinge selbst erledigen und müssen keine teuren Iconsets kaufen.

Die Bearbeitung dieser Grafik ist etwas komplexer und benötigt viele Einzelschritte, Sie sollten daher den Umgang mit den einzelnen GIMP-Werkzeugen gut beherrschen.

Dialog Neues Bild
Dialog Neues Bild

Starten Sie mit einer neuen Datei in den Dimensionen 120x100px, dies sollte für ein kleines Icon vollkommen ausreichend sein.

Rufen Sie das Menü Datei – Neu… auf der Dropzone auf, Sie erhaltend den folgenden Dialog in dem Sie die Bildgröße eintragen können (Lesen Sie auch: Neues Bild mit GIMP erstellen).

Wenn Sie den Dialog bestätigen, erhalten Sie eine weiße leere Zeichnfläche. Schalten Sie auf Ihrer Zeichnfläche die Rasterung ein.

GIMP Raster einschalten
GIMP Raster einschalten

Die Rasterung hilft Ihnen dabei pixelgenau zu arbeiten. Klicken Sie im Menü auf Ansicht und je auf Raster anzeigen (A) und Magnetisches Raster (B).

Sie sehen sofort die magnetischen Rasterpunkte auf der Zeichenfläche (Bild oben) in Form kleiner schwarzer Punkte.

Die Rasterpunkte werden ab jetzt dafür sorgen, dass alle Zeichnwerkzeuge des GIMP und Bearbeitungen exakt an ihnen magnetisch „kleben“ bleiben.

Umrisse erstellen

Linien Pinsel Stärke 3 (400% vergrößert)
Linien Pinsel Stärke 3 (400% vergrößert)

Legen Sie jetzt eine neue Ebene an um die folgende Grafik auf einer eigenen Ebene zu haben, nennen Sie die Ebene „Linien“. Entweder können Sie dies im Menü mit Ebene – Neue Ebene… erledigen oder im Dialog Ebenen auf dem Neu-Icon (weißes Blatt).

Suchen Sie sich den Pinsel (2. Hardness 100) in der Stärke 3 aus dem Werkzeugkasten heraus bzw. stellen diesen ein.

Klicken Sie mit der linken Maustastaste kurz auf einen Rasterpunkt, halten die Taste [Shift] gedrückt und klicken rings herum alle Eckpunkte an. GIMP zieht diese so lange nach, so lange Sie auch die Taste [Shift] gedrückt lassen.

Das Paket mit Papier einschlagen

Die Deckseite des Paketes mit dem Pfad nachgezogen (400% vergrößert)
Die Deckseite des Paketes mit dem Pfad nachgezogen (400% vergrößert)

Erzeugen Sie für diesen Arbeitsschritt eine neue Ebene mit dem Menü Ebene – Neue Ebene… und nennen diese einfach „Füllung“ (oder einen anderen Namen Ihrer Wahl).

Wählen Sie noch das Werkzeug Pfad aus (Taste [B]).

Den Pfad können Sie vollständig schließen, indem Sie rings herum bis zum ersten Pfadknoten zurück gelangen, halten Sie zuvor die Taste [Strg] gedrückt und klicken dann auf den ersten Start-Pfadknoten, GIMP schließt den Pfad dann automatisch für Sie.

Pfad in Maske umgewandelt (400% vergrößert)
Pfad in Maske umgewandelt (400% vergrößert)

Wandeln Sie diesen Pfad in eine Maske um indem Sie die Tastenkombination [Shift]+[V] auf Ihrer Tastatur drücken.

Wenn Sie die Maske vom Pfad erstellt haben, können Sie für die folgenden Vorschlagswerte für den Farbverlauf der Vordegrundfarbe und Hintergrundfarbe einstellen oder Sie verwenden eigene Werte (lassen Sie das Paket jedoch so natürlich wie möglich wirken).

Für dieses Beispiel verwende ich FFD456 und D5C369 (stellen Sie diese ein indem Sie auf die Vordergrund- oder Hintergrundfarbe klicken um in den Dialog Vordergrundfarbe ändern zu gelangen.

Verlauf von Vordergrundfarbe (FFD456) zu Hintergrundfarbe (D5C369) (400% vergrößert)
Verlauf von Vordergrundfarbe (FFD456) zu Hintergrundfarbe (D5C369) (400% vergrößert)

Wählen Sie jetzt das Verlaufswerkzeug aus dem Werkzeugkasten (oder drücken Sie die Taste [L]).

Setzen Sie das Werkzeug Farbverlauf ganz links in der Maske an, ziehen innerhalb der Maske weit nach rechts und lassen los. In etwa dürften Sie ein Ergebnis erreichen, wie Sie es im Bild oben sehen können.

Falls die Füllung über die schwarzen Linien ragt, müssten Sie eventuell die Reihenfolge der Ebenen ändern.

Ziehen Sie die Ebene „Füllung“ unter die Ebene „Linien“, nutzen Sie dazu den Dialog Ebenen (Taste [Strg] + [L])

Für die beiden noch fehlenden Seiten können Sie die gleichen Arbeitsschritte mit GIMP durchführen, wie Sie sie schon für die Deckseite des Paketes erledigt haben – also:

  • geschlossenen Pfad mit Pfadwerkzeug, Taste [B]
  • Pfad in Maske umwandeln, Taste [Shift] + [V]
  • mit Verlauf füllen, Taste [L]
Verlauf für die beiden noch fehlenden Seiten (400% vergrößert)
Verlauf für die beiden noch fehlenden Seiten (400% vergrößert)

Wenn Sie die beiden anderen Seiten maskiert und mit einem Verlauf gefüllt haben, könnte Ihr Ergebnis in etwa so aussehen wie im Bild oben zu sehen ist.

Bei der Erstellung dieser räumlichen 3D-Wirkung sollten Sie bedenken, das Bilder natürlicher wirken, wenn die virtuelle Sonne von links oben scheint.

Das Bild wirkt ebenfalls deutlich harmonischer, wenn sich die hellsten Stellen im Vordergrund der Grafik befinden und die dunkelsten Bereiche im Hintergrund.

Ausnamen von dieser Regel können Sie aber immer machen und hängen im wesentlichen auch stark vom Verwendungszweck ab.

Glanzpunkte

Pinsel Stärke 3 von Rasterpunkt zu Rasterpunkt ziehen (400% vergrößert)
Pinsel Stärke 3 von Rasterpunkt zu Rasterpunkt ziehen (400% vergrößert)

Zwar glänzt ein Papierpaket in der realen Welt nicht, dennoch wirkt dies bei Icons besser.

Erstellen Sie eine neue Ebene (Menü: Ebene – Neue Ebene…) Wählen Sie wieder den Pinsel (Taste [P]) und sofern noch nicht vorhanden, stellen Sie den harten Pinseltyp 2. Hardness 100 in Stärke 3 ein.

Ziehen Sie nun eine weiße Linie mit Hilfe der magnetischen Raster wie im Bild oben zu sehen ist.

Halten Sie die Taste [Shift] gedrückt, damit GIMP Linien zwischen den angeklickten Punkten zieht. Wählen Sie jetzt den Radierer mit dem weichen Pinsel 2. Hardness 025 mit einer Stärke von 50px bzw. 100px.

Die Glanzlinien an den Enden radiert (400% vergrößert)
Die Glanzlinien an den Enden radiert (400% vergrößert)

Nehmen Sie den großen Radierer (100px) um die Enden der langen weißen Linien zu entfernen und den kleinen Radierer (50px) um die kurze senkrechte Linie am Ende auszublenden bzw. zu radieren.

Ein Klick auf das jeweilige Ende der Linie reicht bereits aus und Sie sollten in etwa das oben gezeigte Ergebnis erhalten.

Die Lasche

Die Lasche (400% vergrößert)
Die Lasche (400% vergrößert)

Da traditionelle Pakete meist mit Packpapier eingeschlagen sind, sollten Sie dies hier ebenfalls nachbilden.

Legen Sie wieder eine neue Ebene mit dem Menü Ebene – Neue Ebene… an, nennen Sie diese zum Beispiel „Lasche“.

Sie können einen schwarzen weichen Pinsel Stärke 1 verwenden, lassen Sie ihn wie im Bild oben zu sehen sauber an den Rasterpunkten einrasten.

Regulieren Sie die Intensität dadurch, dass Sie die Deckkraft der Ebene weiter reduzieren, zum Beispiel 25% reicht bereits aus. Der Ebenen-Dialog des GIMP hilft Ihnen dabei.

Ein bisschen Schatten

Schatten mit einem weichen Pinsel Hardness 025 Breite 15px (400% vergrößert)
Schatten mit einem weichen Pinsel Hardness 025 Breite 15px (400% vergrößert)

Da das Paket auf einem imaginärem Untergrund stehen soll, müssen Sie dies natürlich auch andeuten.

Erzeugen Sie eine neue Ebene und nennen diese „Schatten“. Ziehen Sie diese Ebene soweit es geht im Ebenenstapel nach unten aber nicht unter die weiße Hintergrundebene.

Um Schatten zu erzeugen verwende ich persönlich ganz gerne einfach nur einen weichen Pinsel, hier habe ich Hardness 025 in der Breite 15px verwendet.

Anhand der magnetischen Raster können Sie den Schatten sauber unterhalb des Paketes antlang ziehen. Die Intensität können Sie dadurch regulieren, indem Sie die Deckkraft der Ebene verringern (50%).

Struktur ins Spiel bringen

Füllung Stripes (48x48) (400% vergrößert)
Füllung Stripes (48×48) (400% vergrößert)

Bisher wirken die Oberflächen des Paketes sehr glatt und steril, dies können Sie jetzt ändern.

Erzeugen Sie eine neue Ebene und nennen Sie diese zum Beispiel „Scanner“.

Wählen Sie aus dem Dialog Muster das Pattern Stripes (48×48) aus.

Entweder ziehen Sie es aus der Palette direkt auf die neue Ebene (Drag & Drop) oder bemühen das Werkzeug Füllen um die Ebene mit diesem Muster zu füllen.

Drehen des Musters um 90 Grad (400% vergrößert)
Drehen des Musters um 90 Grad (400% vergrößert)

Rufen Sie das Menü Ebenen – Transformation – um 90 Grad drehen auf, um das Muster senkrecht über die Grafik zu stellen.

Mit diesem Muster werden die strukturierten Seitenteile des kleinen Pakets erzeugt, denn es wirkt besser wenn die Oberfläche etwas Struktur besitzt. Ohne diese Textur würde es fade und platt für den Betrachter wirken.

Natürlich können Sie auch der Werkzeug Drehen aus dem Werkzeugkasten des GIMP nutzen um die Textur frei drehen zu können.

Der Weg über den Menüpunkt um 90 Grad drehen ist aber wesentlich schneller und genauer.

Pfad anlegen (400% vergrößert)
Pfad anlegen (400% vergrößert)

Legen Sie mit dem GIMP-Werkzeug Pfad einen geschlossenen Pfad wie im Bild oben zu sehen ist an.

Drücken Sie auf Ihrer Tastatur die Taste [B] um das Pfadwerkzeug ein- oder aus-zuschalten.

Fahren Sie die Kontour mit dem Pfadwerkzeug ab und schließen den Pfad wieder am Startpunkt indem Sie die Taste [Strg] gedrückt halten.

Hier ist es hilfreich wenn das Raster das Pfadwerkzeug magnetisch fängt (schalten Sie es ggf. noch ein)

Erzeugen Sie hieraus eine Maske, entweder mit der Tastenkombination [Shift] + [V] oder mit Hilfe des Menüs Auswahl – Vom Pfad.

Maske aus Pfad (400% vergrößert)
Maske aus Pfad (400% vergrößert)

Die so erstellte Maske (siehe Bild) müssen Sie invertieren, denn Sie müssen die Linien an den schmalen Seitenteilen erhalten und alles andere löschen.

Sie kehren die Maske um oder drehen Sie auf „links“ wenn Sie so wollen.

Invertieren Sie die Maske mit der Tastenkombination [Strg] + [I] oder dem Menü Auswahl – Invertieren.

Drücken Sie jetzt die Taste [Entf] auf Ihrer Tastatur um den Rest zu löschen.

Denken Sie bitte daran, für jeden Arbeitsschritt immer eine eigene Ebene anzulegen.

Löschen durch invertierte Maske (400% vergrößert)
Löschen durch invertierte Maske (400% vergrößert)

Durch die invertierte Maske löschen Sie also nicht das was sich innerhalb der Maske befindet, sondern alles das was sich ursprünglich außerhalb der Maske befunden hat.

Das Ergebnis könnte in etwa wie im oben gezeigten Bild aussehen (bzw. links, wenn Sie diesen Beitrag mit dem PC betrachten).

Sie können die Maske nun getrost löschen. Entweder nutzen Sie die Tastenkombination [Strg] + [Shift] + [A] oder die Menüoption Auswahl – nichts auswählen im Systemmenü (bzw. Dropzone) des Bildes.

Deckkraft drosseln (400% vergrößert)
Deckkraft drosseln (400% vergrößert)

Um die Linienstruktur etwas schwächer darzustellen (Bild oben), stellen Sie die Deckkraft der Ebene auf 3% ein.

Sie können die Deckkraft der Ebene im Dialog Ebenen (Aufruf über die Tastenkombination [Strg] + [L]) sehr gut von Hand einstellen, nutzen Sie den Schieberegler Deckkraft.

Tipp | Versuchen Sie sich auf Einheitswerte einzurichten. Ich verwende oft sehr gerne Werte wie: 10%, 15%, 25%, 50%, 75% oder ähnliche. Dadurch werden Ihrer Grafikrezepte reproduzierbarer. Die hier verwendeten 3% sind eher die Ausnahme für mich, passen aber für diese Grafik ideal.

Drehen um 26 Grad (350% vergrößert)
Drehen um 26 Grad (350% vergrößert)

Die Deckseite des Paketes können Sie ebenfalls so erstellen, Sie müssen lediglich das Linienmuster um 26 Grad verdrehen um perspektivisch korrekt auf dem Paket abgebildet werden zu können.

Nutzen Sie zum Drehen das Werkzeug Drehen aus dem GIMP-Werkzeugkasten, Sie erhalten im Anschluss daran den Dialog wie Sie ihn im Bild oben sehen können. Entweder geben Sie die 26 Grad händisch ein oder nutzen den Schieberegler um die Ebene zu drehen.

Im Anschluss daran, müssen Sie die Oberseite des Icons mit einem Pfad (Pfadwerkzeug mit Taste [B] aufrufen) bearbeiten um daraus eine Maske zu erstellen (Pfad zu Maske mit Tastenkombination [Shift] + [V]).

Pfad anlegen (400% vergrößert)
Pfad anlegen (400% vergrößert)

Das Pfadwerkzeug rastet automatisch an den Rasterpunkten ein. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen Sie das magnetische Raster unter dem Menüpunkt Ansicht – Raster anzeigen und Ansicht – magnetisches Raster aktivieren.

Klicken Sie alle vier Ecken der Oberseite wie im Bild zu sehen ist an.

Der letzte Knotenpunkt des Pfades sollte wieder auf der Anfangspunkt liegen, halten Sie jedoch vorher die Taste [Strg] gedrückt um den Pfad zu schließen (diesen Schritt sollten Sie bereits kennen).

Pfad in Maske umwandeln (400% vergrößert)
Pfad in Maske umwandeln (400% vergrößert)

Wandeln Sie den Pfad in eine Maske um, nutzen Sie dafür die Tastenkombination [Strg] + [V] oder den Menüeintrag Auswahl – Vom Pfad.

Tipp | Sie sollten Ihre Arbeit öfters speichern, denn nichts ist ärgerlicher als wenn Ihr Computer oder GIMP selber abstürzt und all Ihre Arbeit umsonst war.
Es geht schneller wenn Sie die Tastenkombination [Strg] + [S] für Save nutzen. Alternativ können Sie das Menü Datei – Speichern mit dem gleichen Effekt verwenden.

Löschen mit invertierter Maske (400% vergrößert)
Löschen mit invertierter Maske (400% vergrößert)

Die so entstandene Maske müssen Sie jetzt invertieren, denn Sie wollen ja die Oberseite auf dem Paket erhalten und lediglich alles andere rings um die Deckseite des Icons löschen.

Sie können zum invertieren der Maske die Tastenkombination [Strg] + [I] nutzen oder den Menüeintrag Auswahl – Invertieren verwenden. Löschen Sie nun alles andere weg indem Sie die Taste [Entf] auf der Tastatur drücken. Sie sollten ein Ergebnis erhalten, wie es im Bild oben zu sehen ist.

Reduzieren der Deckkraft
Reduzieren der Deckkraft

Im Dialog Ebenen (Tastenkombination: [Strg] + [L]) sollten Sie die Deckkraft der Ebene stark reduzieren, es soll ja nur eine leicht erkennbare Struktur zu sehen sein.

Ein Wert von 3 Prozent liefert gute Ergebnisse.

Sie können natürlich auch sehr gerne eigene Werte für die von mir vorgeschlagene Deckkraft verwenden, je nach Geschmack.

Alle Seiten mit Linien um Struktur zu erzeugen (400% vergrößert)
Alle Seiten mit Linien um Struktur zu erzeugen (400% vergrößert)

Als Resultat können Sie etwa wie im gezeigten Bild aussehen.

Tipp | Versuchen Sie generell Ihre Icons in der Zielgöße zu erstellen in der sie auch später tatsächlich verwendet werden sollen, denn unnötiges skalieren (vergrößern oder verkleinern) verschlechtert die Qualität der Grafik.
Wenn Sie hingegen keine konkrete Größenangabe haben, sollten Sie eventuell auch über SVG-Icons nachdenken, die verlustfrei beliebig skaliert werden können und im Internet extrem performant geladen werden können (dies ist gerade für möbile Endgeräte überaus interessant)

Adressaufkleber

Pfad angelegt (400% vergrößert)
Pfad angelegt (400% vergrößert)

Um die ganze Grafik noch glaubwürdiger zu machen, benötigen Sie noch den obligatorischen Adressaufkleber.

Legen Sie eine neue Ebene zum Beispiel mit dem Namen „Aufkleber“ an.

Wählen Sie das Werkzeug Pfad (Taste [B]) aus dem Werkzeugkasten aus.

Maskieren Sie einen schrägen rechteckigen Teil, orientieren Sie sich dabei anhand der Rasterpunkte bzw. lassen Sie den Pfad anhand der Punkte exakt einrasten.

Wandeln Sie den Pfad in eine Maske um, Sie können dies entweder mit der Tastenkombination [Shift] + [V] oder dem Menü Auswahl – Vom Pfad erledigen.

Pfad in Maske umgewandelt (400% vergrößert)
Pfad in Maske umgewandelt (400% vergrößert)

Sie erhalten beim Umwandeln des Pfades in eine Maske die typische Ameisenspur (Bild oben).

Füllen Sie diese Maske mit einer orangen Farbe, zum Beispiel: E0963D. Dies entspricht dem allgemeingültigen Erscheinungsbild der deutschen Paketscheine.

Zum Füllen müssen Sie auch nicht jedesmal das Werkzeug Füllen verwenden, Sie können auch eine Farbe aus dem Werkzeugkasten (Vordergrund/Hintergrundfarbe) mit der Maus abziehen und in die Maske auf Ihrem Bild fallen lassen – dies geht einfach schneller.

aske mit orange gefüllt (400% vergrößert)
aske mit orange gefüllt (400% vergrößert)

Bei Bedarf können Sie den Aufkleber noch ein bisschen verschieben, indem Sie die gesamte Ebene um ein paar Pixel mit Hilfe der Tastatur bewegen.

Zum Bewegen der Ebene müssen Sie das Werkzeug Verschieben im Werkzeugkasten einstellen oder drücken Sie einfach die Taste [M] auf der Tastatur.

Praxistipp | Wenn Sie es noch schöner und realistischer haben möchten, dann können Sie auch einen echten Paketschein mit der Digitalkamera abfotografieren und ihn mit dem Werkzeug Perspektive auf der Oberseite des Icons in Form bringen. Zwar gehen bei dieser kleinen Dimension viele Details verloren, dennoch haben Sie einen gewissen Wiedererkennungswert.

Das Klebeband anbringen

Tesafilmstreifen maskiert (400% vergrößert)
Tesafilmstreifen maskiert (400% vergrößert)

Damit das Paket echter wirkt, können Sie noch paar wenige Klebestreifen anbringen. Hinter den Klebestreifen verbergen sich ganz simple weiße Rechtecke die mit dem Pfad angelegt wurden.

Die Deckkraft wurde so weit verringert, dass der Untergrund durchscheint.

Legen Sie eine neue Ebene mit dem Namen: „Tesastreifen“ an.

Wählen Sie Werkzeugkasten das Werkzeug Pfad aus (oder Taste [B]). Maskieren Sie freihand einige rechteckige Bereiche.

Wenn Sie möchten, können Sie den Magnetismus der Rasterpunkte zuvor auch im Menü Ansicht – magnetisches Raster abschalten. Formen Sie den Pfad indem Sie auf die weißen Pfadlinien klicken, gedrückt halten und ein wenig ziehen.

Pfad in Masken umgewandelt (400% vergrößert)
Pfad in Masken umgewandelt (400% vergrößert)

Auf diese Weise erhalten Sie ein wesentlich dynamischeres und realeres Bild eine Tesastreifens.

Wandeln Sie den Pfad wie gewohnt in eine Maske um. Sie können dazu die Tastenkombination [Shift] + [V] oder das Menü Auswahl – Von Pfad verwenden.

Sie sollten in etwa drei Masken wie im Bild erhalten. Füllen Sie diese Maske mit weißer (FFFFFF) Farbe.

Stellen Sie im Dialog Ebenen ([Strg] + [L]) die Deckkraft der Ebene auf circa 50% ein.

Tesastreifen mit weiß gefüllt und Deckkraft verringert (400% vergrößert)
Tesastreifen mit weiß gefüllt und Deckkraft verringert (400% vergrößert)

Durch die verringerte Deckkraft scheinen darunterliegende Objekte durch den Tesastreifen hinduch, die Klebestreifen wirken so viel realistischer.

Im Moment wirken die Klebestreifen noch etwas flach, Sie sollten Ihnen weiße Reflexe geben um Glanzpunkte anzudeuten.

Wählen Sie den weichen Pinsel (Fuzz oder Hardness) in Stärke 1 und die Farbe Weiß aus.

Legen Sie eine neue Ebene mit dem Namen: „Tesa weisser Reflex“ an (im Menü Ebene – Neue Ebene…).

Klebestreifen mit Reflex (400% vergrößert)
Klebestreifen mit Reflex (400% vergrößert)

Ziehen Sie weiße Linien an den Kanten der Klebestreifen mit einem weichen Pinsel der Stärke 1.

Klicken Sie mit der Maus, halten dann die Taste Shift gedrück und klicken erneut mit der Maus an eine neue Position, GIMP zieht dann automatisch eine weiße Linie zwischen diesen Punkten.

Die Kurven können Sie nachbilden, indem Sie diese mit mehreren geraden Linien nachfahren.

Im Idealfall haben Sie Ergebnis wie im Bild oben zu sehen ist erhalten.

Kleine Schatten

Pfad als Schatten (800% vergrößert)
Pfad als Schatten (800% vergrößert)

Da selbst Klebestreifen minimale Schatten werfen, müssen Sie diese hier ebenfalls einzeichnen.

Erzeugen Sie eine neue Ebene mit dem Namen: „Tesa Schatten“.

Wählen Sie das Werkzeug Pfad (Taste [B]) aus und ziehen einen Pfad wie im folgenden Bild zu sehen ist.

Erzeugen Sie mit dem Pfad kleine Haken die rechts oben sitzen.

Wandeln Sie diesen Pfad in eine Maske um ([Shift] + [V] oder im Menü: Auswahl – Von Pfad)

Pfad in Maske umgewandelt (800% vergrößert)
Pfad in Maske umgewandelt (800% vergrößert)

Füllen Sie diese Bereiche mit schwarzer Farbe und regulieren dann die Deckkraft der Ebene auf circa 50% ein, dies wirkt überzeugend.

Sie können die Deckkraft auch wesentlich schwächer gestalten wenn Sie mögen aber Sie sollten die Grafik so realistisch wie möglich wirken lassen. Auch schwache Schatten werden unbewußt vom Betrachter wargenommen und als realistisch empfunden.

Tipp | Wenn Sie so weit gekommen sind, sollten Sie ab und an öfters speichern ([Strg] + [S] auf der Tastatur oder Datei – Speichern im Menü).

Klebestreifen mit Schatten (800% vergrößert)
Klebestreifen mit Schatten (800% vergrößert)

Wenn Sie möchten können Sie dem Adressaufkleber noch ein bisschen Text mitgeben indem Sie ein paar schräge Linien ziehen.

Dieser Schritt ist obligatorisch und wenn Sie mit Ihrer Grafik bereits zufrieden sind, dann können Sie diese auch schon so belassen wenn Sie mögen.

Mit ein wenig Text kann man den Adressaufkleber leichter als das erkennen was er sein soll.

Vergrößerte und 1:1-Darstellung der Icons
Vergrößerte und 1:1-Darstellung der Icons

Wenn Sie alle Schritte abgearbeitet haben, könnte Ihr Ergebnis in etwa so aussehen wie im Bild oben zu sehen ist. Sie können auch die folgende XCF-Datei herunter laden und sich den Aufbau der Grafik ansehen.

Tipp | Legen Sie für jeden neuen Arbeitsschritt immer eine eigene Ebene an und geben Sie ihr einen sprechenden sinnvollen Namen, auf diese Weise sind Sie bei späteren Korrekturen und Nacharbeiten wesentlich flexibler.
Versuchen Sie möglichst früh alle Ebenen in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen (via Drag & Drop im Dialog Ebenen), damit die Grafik optisch korrekt erscheint.
Speichern Sie in regelmäßigen Abständen Ihre wertvolle Arbeit.